Lesedauer: 18 Minuten
Nutzen: weitere Aspekte entdecken

 

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Schon immer hat mich dieser Satz des Sozialpsychologen Kurt Lewins begleitet. Er sagt in wenigen Worten das, was nicht einmal in vielen Worten zu beschreiben ist. Corona….

Corona in seiner Vielschichtigkeit zu beschreiben – ein Ding der Unmöglichkeit. Mit meiner abendlichen Amazing-Grace-Aktion ist mir zumindest eine rudimentäre, wenn auch oberflächliche Annäherung gelungen. Und es gäbe noch so viele weitere Aspekte… Geplant war das übrigens nicht – es hat sich ergeben. Das morgendliche Schreiben und das abendliche Dudelsackspiel…. das war meine persönliche Art und Weise, die Krise zu bewältigen. Zu überstehen … Mich nicht selbst zu verlieren.

Ich habe für mich persönlich ein Corona-ABC erstellt. In Reflektion dessen, was uns in den letzten Wochen passiert ist. Ich bin mir sicher, dass es Euch an vielen Stellen ähnlich ergangen ist.

A wie Angst – Ausnahmezustand –  Anders – Absagen – Allein – Ausdauer – Ausmisten – Andere – Abstandsregeln  – Asymptomatisch – Autokino  – Amazing Grace

Für mich begann alles mit einer diffusen ANGST. Ich spürte schon früh, dass das, was auf uns zukam, für die gesamte Welt einen absoluten AUSNAHMEZUSTAND bedeuten würde. Dass alles ANDERS werden würde. Innerhalb von einer Woche stand ich ohne einen einzigen Auftrag da. Es kam eine ABSAGE nach der anderen herein. Obwohl ich mich ALLEINE fühlte, war ich zumindest in dieser Hinsicht nicht ALLEIN. Vielen erging es so. Instinktiv wusste ich: nun gilt es, AUSDAUER zu zeigen. Doch was tun mit der vielen Zeit? Ich begann, das Haus AUSZUMISTEN. Doch auch das war irgendwann mal erledigt. Der Kontakt zu ANDEREN war nahezu gegen Null gegangen. Und wenn es eine Begegnung gab, dann war sie geprägt von ABSTANDSREGELN. ANGST oder gar Panikattacken, mich selbst anzustecken bzw. meine Existenzgrundlage zu verlieren, hatte ich Gott sei Dank nie. Vielleicht war ich ja auch schon erkrankt. Asymptomatisch? Was ich übrigens großartig fand, das war z.B. das Wiederaufleben der AUTOKINOS. Leider habe ich es nie geschafft, eine Vorstellung wahrzunehmen. Was mir in dieser Zeit Halt und Struktur gab, das war tatsächlich mein abendliches AMAZING GRACE, das ich Abend für Abend für Abend auf meinem Dudelsack spielte.

B wie Belastung – Besuche – Berichte – Begegnungen – Beatmung  – Bewegungsfreiheit

Für viele stellte Corona und vor allem die heiße Corona-Phase eine große BELASTUNG dar. Für mich ehrlich gesagt nicht. Ich genoss die Zeit der Zweisamkeit mit meinem Sohn. Eine geschenkte zweite Kinderzeit mit einem jungen Menschen, der flügge wird und das Nest verlässt. Die BESUCHE bei meinen Eltern waren erfüllend. Es waren gute, tiefgehende Gespräche. Traurig machten mich die zahlreichen BERICHTE aus den Alten- und Pflegeeinrichtungen. Keine BESUCHE bedeuten Isolierung und Vereinsamung. Ausgerechnet dort, wo BEGEGNUNGEN Lebensqualität schaffen. Wenn im Fernsehen Bilder von BEATMETEN Corona-Patienten gezeigt wurden, die mit nacktem Oberkörper auf dem Bauch liegend in den Intensivbetten lagen, schnürte es  mir oftmals selbst die Luft zum Atmen ab. Dankbarkeit verspürte ich vor allem in Sachen BEWEGUNGSFREIHEIT. Da ich auf dem Land lebe, hatte ich nie das Gefühl in Sachen BEWEGUNG eingeschränkt zu sein.

 

C wie China  – Corona  – Covid-19 –  Chaos –– Corona-Partys

CHINA – Ausgangspunkt der CORONA-Pandemie…Wir alle sind unfreiwillig Teil eines historischen Weltereignisses geworden. Und eines Tages wird man den Kindern von heute sicherlich Fragen stellen. Weil sie dann die noch letzten lebenden Zeitzeugen sind: „Erzähl‘ mal…. Wir war das damals, als CORONA die Welt zum Stillstand brachte?“ Sie werden dann berichten, dass COVID-19 Hunderttausenden das Leben gekostet hat. Sie werden berichten, dass es CHAOS hauptsächlich in den Staaten gab, in denen die Strukturen an sich schon instabil waren. Und sie werden berichten, dass viele Jugendliche verbotene CHORONA-Partys gefeiert haben. Aus Lust am Leben und Sorglosigkeit. Wer jung ist, der denkt nicht an den Tod. Und erst recht nicht an den eigenen. Das war schon immer so. Warum sollte sich das wegen CORONA ändern?

 

D wie Durchhaltevermögen – Dudelsack – Demokratie – Demonstrationen – Drosten  – Desinfektionsmittel

„Tanja, du beeindruckst mich durch dein DURCHHALTEVERMÖGEN!“ Viele Menschen gaben mir zu meiner DUDELSACK-Aktion diese Rückmeldung. Ja, DURCHHALTEN war für uns alle angesagt. Eine Gefahr während dieser eingeschränkten Zeit für unsere DEMOKRATIE in DEUTSCHLAND sah ich übrigens nie. Mit Kopfschütteln habe ich die DEMONSTRATIONEN wahrgenommen. Klar, ich habe schon verstanden, was das Anliegen war. Aber ich selbst hatte nie die Befürchtung. Und das Leben jetzt bestätigt mich darin, eben nicht „blauäugig“ in dieser Angelegenheit gewesen zu sein. Übrigens: „man“ hört so gar nichts mehr von den Initiatoren der DEMOKRATIE-DEMOS. Warum nur???  Aber auch von Herrn Prof. Dr. DROSTEN hört man nicht mehr viel. Seine Podcasts haben mir die Corona-Welt erklärt. Ich an seiner Stelle würde es mir gut überlegen, ob ich jemals wieder im Leben beratender Experte einer Bundesregierung sein möchte. Er erklärte uns die Corona-Welt. Die Medien erklärten ihn wiederum zum Corona-Liebling. Und wir? Einige von uns erklärten ihn zum Held. Andere zum Teufel.

 

E wie Epidemie – Europa  – Einsamkeit – Existenzbedrohung  –  Entscheidungen – Evidenzbasiert

In der Schule haben wir damals die Begriffe wie EPEDEMIE gelernt. Lernen heißt aber nicht verstehen. Das ist mir erst durch Corona bewusst geworden. Niemals hätte ich gedacht, dass in unserem modernen EUROPA so etwas möglich ist. Das Thema EINSAMKEIT spürte ich für mich zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil sogar. Da ich sonst viel in der Öffentlichkeit stehe, war ich dankbar für die Zeit der Ruhe. Mit ERSCHRECKEN habe ich aber wahrgenommen, dass viele Menschen eh schon EINSAM sind und Corona diese EINSAMKEIT noch weiter verschärft hat. Die ENTSCHEIDUNGEN der Politik habe ich immer mitgetragen. Was aber nicht heißt, dass ich alles nachvollziehen konnte bzw. – wäre ich noch in der Politik – genauso entschieden hätte. Aber genau hier liegt der Unterschied zu so vielen bösen, besserwisserischen Kommentaren zahlreicher User im Netz. Die Politiker wurden von uns gewählt. Sie haben sich ihre ENTSCHEIDUNGEN ganz bestimmt nicht einfach gemacht und leichtsinnig getroffen. Sie erfolgten EVIDENZBASIERT, auf der Basis empirisch zusammengetragener und bewerteter wissenschaftlicher Erkenntnisse.

 

F wie Freiheit – Fortschritt – Faul – Forschung – FFP-Maske – Fakenews –- Fledermäuse

FREIHEIT. Welch‘ kostbares Gut. Vielen ist dies erst bewusst geworden, als ihre FREIHEIT eingeschränkt wurde. Überrascht hat mich in den letzten Wochen übrigens auch der FORTSCHRITT. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Ich denke, dass Corona gezeigt, dass die Ausstattung der Schulen in Sachen Digitalisierung durchaus noch FORTSCHRITTE machen darf. Machen muss. Auch wenn die Schule meines Sohnes exzellent den Unterricht gestaltet hat, so blieb meinem Sohn aber doch so manches mal nur die Möglichkeit, FAUL in seinem Zimmer rumzulümmeln. Es sei ihm von ganzem Herzen gegönnt. Andererseits hat uns Corona aber auch gezeigt, wie schnell wir uns umstellen können, wenn wir FORTSCHRITTE machen müssen. Erst Corona hat mich dazu gebracht, mal über FORSCHUNG nachzudenken. Mir war nicht bewusst, wie lange diese dauert. Und wieviel Geld sie verschlingt. Und dass ein Medikament oder ein Impfstoff nicht einfach nur so aus dem Ärmel geschüttelt werden kann. Wobei das doch eigentlich logisch und offensichtlich ist… Ich denke da an Krebs, an HIV und an die vielen anderen unheilbaren Krankheiten… Erstaunt hat mich übrigens, dass unser Pflege- und Krankenhauspersonal nicht in aller Selbstverständlichkeit  mit FFP-Masken ausgerüstet sind. Unverantwortlich. Nicht in Ordnung. Sofortiger Nachholbedarf. Geärgert haben mich die FAKENEWS. Bösartig, vorsätzlich, unethisch – von denjenigen, die sie in die Welt setzen. Unreflektiert und leichtgläubig von denjenigen, die ihnen Glauben schenken und sie aus diesem Glauben heraus weiterverbreiten. Inzwischen weiß ich übrigens, dass FLEDERMÄUSE nicht einfach nur niedliche Tierchen sind… Von ihnen ist das Virus höchstwahrscheinlich auf den Menschen übergesprungen.

 

G wie Gesundheit – Gestrandet – Grenzschließung  – Gut werden

Einer meiner Lieblingsätze in meinen Vorträgen lautet „Zeit ist unser kostbarstes Gut. Wer nun aber denkt, er hätte in seinem Leben noch für so vieles Zeit, der möge den Aspekt GESUNDHEIT beachten. Viele Dinge sind bei fehlender GESUNDHEIT einfach nicht mehr möglich.“. Corona hat viele Todesopfer gefordert. Menschen, die noch so viel in ihrem Leben vorhatten. Viele haben aber auch nach schweren Krankheitsverläufen Corona überstanden. Es wird sich zeigen, ob sie wieder ganz GESUND werden. Für Sportler gibt’s jetzt schon Hinweise, dass es ein langer Weg werden wird.

Mitgefiebert habe ich mit meiner Freundin Katja. Sie war bis Ende März mit ihren Töchtern noch in Australien und bis zum Schluss war es nicht klar, ob diese einen Flug zurück nach Deutschland bekommen würden. Ca. 200.000 Menschen sind GESTRANDET, weil es keine Flieger mehr zurück in die Heimat gab. Die GRENZEN wurden GESCHLOSSEN. Im Februar 2020 noch unvorstellbar. Ende März 2020 bereits nackte Tatsache. Weltweit. Aber selbst diese GRENZSCHLIESSUNGEN brachten mich nicht in Panik. Ich glaube, es ist mein Urvertrauen – meine GRUNDHALTUNG, dass alles (wieder) GUT werden wird. Sogar noch mehr: besser werden wird.

 

H wie Husten – Hotspots – Homeoffice – Home-Schooling – Hamsterkäufe  -Hefe –  Hygieneregeln – Hände  – Herdenimmunisierung  – Hoffnung – Helden

Verrückt war die Zeit, in welcher ich mir bei jedem noch so kleinen HUSTEN die Frage stellt „Ist das Corona?“ Ich hoffe, dass ich es nie herausfinden werde, wie Corona sich anfühlt. HOTSPOTS werde ich definitiv meiden. Da ich schon immer HOME-OFFICE hatte, war dies keine neue Erfahrung für mich. Für Millionen von Menschen hingegen schon. Ich bin gespannt, wer diese Art und Weise zu Arbeiten weitermachen möchte. Und welche Unternehmen dies auch weiterhin ermöglichen. Denn: was scheinbar für viele Firmen bis dahin unmöglich schien, ging plötzlich doch. Ohne „Wenn und Aber“. Das HOME-SCHOOLING hat viele an die eigenen Grenzen gebracht. Und darüber hinaus. Gelacht habe ich über die HAMSTERKÄUFE. Gerne würde ich Mäuschen spielen und in die Vorratskammern der Leute schauen, wie viele Jahre sie nun Nudeln essen müssen. Wie lange sie sich den Popo abwischen können, ohne Toilettenpapier nachkaufen zu müssen. J Ich backe übrigens gerne frischen HEFEZOPF. Ich nehme es Euch übrigens persönlich, dass Ihr in Massen HEFE gekauft habt und ich wochenlang keinen Hefezopf backen konnte. Die HYGIENEREGELN sind mir inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen. Meine HÄNDE mögen das zwar nicht. Sie sehen aus wie eine Pustel. Und trotzdem fühle ich mich dadurch sicherer. Den Begriff HERDENIMMUNISIERUNG auf Menschen anzuwenden – das weckt in mir Unverständnis. Wir Menschen sind doch keine HERDE. Und rein aus ethischer Sicht den Tod von Menschen dadurch in Kauf zu nehmen und von natürlicher Selektion zu reden, macht mich wütend. Gott sei Dank wurde dieser Gedanke schnell wieder zur Seite geschoben. HOFFNUNG hatte ich für unsere HELDEN. Für die Angestellten im Einzelhandel, in der Pflege, in den Krankenhäusern. HOFFNUNG, dass sie endlich den Respekt und die Wertschätzung bekommen, die sie auch verdienen. Und da denke ich vor allem auch an die Entlohnung. Unsere HELDEN der Corona-Krise… Tja, wie wurden beklatscht. Sie wurden gefeiert. Und nun geraten sie leider wieder in Vergessenheit. …. Für mich übrigens nicht!

 

I wie Impfstoff – Impfen – Impfgegner – Infektionsgeschehen – Immunität – Ischgl – Italien  – Intensivstation – Insolvenz – Internet

Gleich vorneweg: ich freue mich, wenn ein IMPFSTOFF gefunden wird und ich mich IMPFEN lassen kann. Die Argumentationen der IMPFGEGNER sind für mich – wenn überhaupt – nur in Teilen nachvollziehbar. Ich finde sie egoistisch und auch unverantwortlich gegenüber den Schwächeren. Wie viele Menschen wären schon an Krankheiten gestorben, gäbe es keine IMPFUNGEN. Ich bin froh und dankbar, gegen viele Krankheiten IMMUN zu sein. Eine IMMUNITÄT entwickelt zu haben. Mich einem INFEKTIONSGESCHEHEN nicht mehr aussetzen zu müssen.

Aprés-Ski-Feiern wie in ISCHGL waren mir schon immer suspekt. Was nicht heißt, dass ich den Menschen das Feiern nicht gönne. Ich will damit nur sagen, dass es eben nicht meine Art der Freizeitgestaltung ist. Ich gehe lieber nach ITALIEN. Entweder an die Adria oder nach Südtirol. Wobei sich das bezüglich Corona gleich bleibt…. Ob ISCHGL oder ITALIEN – beide werden in die Geschichte als Corona-Hotspots  eingehen. Von ISCHLG und von Südtirol aus kamen viele Fälle nach Deutschland. Die Bilder aus der Lombardei haben sich in unsere Herzen eingebrannt. Die Bilder von Menschen, für die es keinen Platz mehr auf den INTENSIVSTATIONEN gab. Die in überfüllten Hallen so gut es ging noch versorgt wurden. Und viele von ihnen starben. Apropos „‘Sterben‘…. Wie viele Unternehmen auf Grund von Corona sterben – also in die INSOLVENZ gehen werden, das werden wir erst in einigen Monaten sagen können. Ich bin mir sicher: das INTERNET wird uns auch darin informieren.

 

J wie Jammern – Johnson – Jugend

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die JAMMERN. Und in der Tat kann ich JAMMERER auch nur schwer aushalten. Auch wenn ich verstehe, dass JAMMERN ein Ausdruck eines Bedürfnisses ist. Viele haben während der Hochphase von Corona auf höchstem Niveau gejammert. Ich will aber nicht ungerecht sein. Viele auch nicht. J

Was mich tatsächlich schockiert hat war die Schadenfreude, als der englische Premier Boris JOHNSON wegen seiner Corona-Erkrankung ins Krankenhaus kam. Man kann zu ihm stehen, wie man will. Aber aus menschlicher Sicht ist eine solche Schadenfreue ein absolutes NO-GO!

Die JUGEND hingegen hat sich glaube ich ziemlich gut mit Corona arrangiert. Diese Generation höre ich nicht JAMMERN. Ah … neeee … stimmt nicht…. Nicht ganz. Sie JAMMERN in dem Sinne, dass sie das ganze Gerede über Corona nicht mehr hören können. Corona hier. Corona dort. Geht’s auch mal ohne Corona???? Recht habt Ihr! J

 

K wie Krise – Konjunkturpaket – Kurzarbeit – Kredite – Kritiker – Konserven

Was die KRISE noch mit sich bringen wird, das wird sich zeigen. Milliarden Euros fließen in die KONJUNKTURPAKETE, KURZARBEITER-Geld und KREDITE. Ich vermag das nicht einzuschätzen. Ich weiß aber auch, dass die KRITIKER in der Finanz-KRISE 2008 auch schon laut und vehement darauf hingewiesen haben, dass wir dies nie wieder in Ordnung bekommen werden. Die letzten Jahre haben gezeigt: wir haben das gepackt. Und wir werden das wieder packen! Okay, KONSERVEN werden wahrscheinlich erstmal nicht so viele gekauft werden, aufgrund der Hamsterkäufe sind die Vorratskeller vieler Menschen voll davon.

 

L wie Leben – Lockdown  – Leer – Leblos – Lieferservice – Lokale Händler – Lockerungen  – Lächeln – Lippen.

Das LEBEN geht weiter. Auch mit Corona. Viele werden ihr LEBEN bewusster gestalten. Hoffentlich. Einen weltweiten LOCKDOWN hat es noch gegeben. Und wird es hoffentlich auch nicht mehr. Wie LEER alles war. LEBLOS will ich nicht sagen. Imponiert hat mich der Erfindungsreichtum des Einzelhandels und der Gastronomie. So manches mal habe ich den LIEFERSERVICE in Anspruch genommen. Und gerne und auch großzügig Trinkgeld gegeben. Ich habe so auf meine Art versucht, unsere LOKALEN Händler zu unterstützen, Mit LIEFERUNGEN von den Internetgiganten Amazon & Co habe ich mich bewusst ferngehalten. Übrigens: auch ich freue mich über die LOCKERUNGEN. Auch wenn ich mich nicht eingeschränkt gefühlt habe, so freue ich mich über die Möglichkeiten, die sie mit sich bringen. Schon alleine das Gefühl „Ich könnte, wenn ich wöllte“ schenkt mir ein LÄCHELN auf die LIPPEN.

 

M wie Mundschutz – Maskenpflicht  – Medien – Manipulieren – Morddrohung – Mitmenschlichkeit – Mut

Mit MUNDSCHUTZ und MASKENPFLICHT tu‘ ich mir tatsächlich nach wie vor schwer. Ich mag’ die Dinger nicht im Gesicht. Versteht mich nicht falsch. Ich benutze sie schon. Auch ohne darüber nachzudenken. Aber ohne ist einfach schöner.

Die MEDIEN waren in den ersten Wochen von Corona übrigens nicht zu ertragen. Es war so unfassbar schwer, aufgrund der Fülle die für einen selbst richtigen und wichtigen Informationen herauszuholen. Und viele konnten es auch einfach nicht mehr hören. Oft wurde gesagt: die MEDIEN machen Angst. In meinen Augen stimmen diese Aussagen so nicht. Viele MEDIEN wollten einfach nur aufklären, informieren. Und erst die Interpretation dieser Informationen hat in uns Gefühle wie z.B. Angst geweckt. Aber freilich gab’s auch MEDIEN, die bewusst auf die Gefühlsebene gezielt haben und MANIPULIEREN wollten. Welche MEDIEN das waren, das dürft Ihr Euch selbst beantworten. Ich persönlich lese keine Bildzeitung.

Entsetzt war ich über die MORDDROHUNGEN, die Herr Professor Dr. Drosten erhalten hat. Das ist kein Spaß. Kein Witz. Das ist eine Straftat. Eine Straftat, die verfolgt werden muss.

Was mir total gut gefallen hat, das war die überall scheinbar aus dem Nichts wachsenden Initiativen der MITMENSCHLICHKEIT. So viel tolles Engagement. Übrigens: mir persönlich haben sehr, sehr viele Menschen dafür gedankt, dass ich ihnen mit meinen Worten MUT gemacht habe. MUT, die Krise anzunehmen und durchzugehen.

 

N wie Netflix – Nachbarschaftshilfe  – neue Normalität – Nudeln

Streaminganbieter wie NETFLIX & Co. gehören zu den Gewinnern der Krise. Wir hatten bereits vor Corona NETFLIX und so empfand ich die schlechtere Übertragungsqualität eher manchmal als nervend. Aber was soll’s? Über was jammere ich. Großartig was Corona hervorgebracht hat…. Die ganzen NACHBARSCHAFTSHILFEN. Meine Eltern haben sich darüber gefreut. Viele ihrer NACHBARN haben angeboten, für sie einzukaufen. Ich persönlich fand das eher nervend. „Heyyy…. Ich bin die Tochter! Könnt Ihr Euch nicht vorstellen, dass ich das mache?“ Aber was soll’s? War ja nur gut gemeint…. Ich bin mir sicher, dass wir es alle gemeinsam schaffen, in eine NEUE NORMALITÄT hineinzufinden. Und ich bin mir auch sicher, dass die vielen Hamsterkäufer es schaffen werden, ihre vielen NUDELN aufzuessen. Eines Tages…. J

 

O wie Öffentliches Leben – Opfer  – Orden

Ja, das ÖFFENTLICHE Leben kam in den letzten Monaten zum Erliegen. Ich habe mich aber zu keinem Zeitpunkt als OPFER der Pandemie, geschweige denn einer Regierungs-Willkür empfunden. Ich glaube aber, dass Corona viele OPFER hervorgebracht hat. Ich denke an die vielen Kinder und Frauen (und sicher auch einigen wenigen Männern), die in ihren eigenen vier Wänden schutzlos der Gewalt von Familienmitgliedern ausgesetzt waren. Und auch die OPFER der Erkrankung selbst. Und, und, und …. Ich wünsche mir übrigens, dass die wahren Helden der Corona-Krise einen ORDEN bekommen. Für ihr Tun, für ihr selbstloses Wirken. Und außerdem wünsche ich mir für viele Corona-HELDEN, dass dieser ORDEN ein monetärer ist. Und zwar nicht im Sinne einer Eintagsfliege. Sondern im Sinne eines Dauerzustandes.

 

P wie Pandemie –Politik  – Pandemie-Gefahr – Panik

Wie unwirklich war dieser Moment, als die Bundesregierung sagte: es ist eine PANDEMIE. „Die POLITIK – allen voran Gesundheitsminister Jens Spahn  – haben die PANDEMIE-GEFAHR zu Beginn unterschätzt.“ In zahlreichen Stellungsnahmen finden sich solche Aussagen. Ich persönlich bin mir da nicht so sicher. Immerhin war es für alle ein komplett neues Geschehen. Etwas, was bisher nie dagewesen ist. Eine Bewertung fand von Tag zu Tag statt. Vielleicht war es ja auch die gute Absicht, die Bevölkerung nicht in PANIK zu versetzen. Ich stelle mir die Hamsterkäufe an früherer Stelle vor…

Außerdem glaube ich, dass die POLITIK immer der Buhmann sein wird. Die einen werden sagen: zu spät reagiert. Die anderen werden sagen „overdressed reagiert“. Jedem, der eine solche Aussage tätigt verlange ich ab, sich bei der nächsten Wahl zur Verfügung zu stellen.

 

Q wie Quarantäne – Qual – Qualen

QUARANTÄNE – das war bis dato nichts, was flächendeckend in Deutschland, Europa und der Welt denkbar gewesen wäre. Ich weiß noch, dass  ich beeindruckt war, als die Stadt Wuhan unter QUARANTÄNE gestellt wurde. Wow…. Und als dann die ersten Städte in Norditalien unter QUARANTÄNE gestellt wurden dachte ich: Wow – Wooooooooooow! …. Als dann das Geschehen nach Deutschland kam – nach Heinsberg….da blieb mir im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke weg. Bis dahin habe ich mich in Deutschland noch sicher vor Corona gefühlt. Ich dachte: das haben wir irgendwie über lokale QUARANTÄNE-Orte in Griff… Im Nachhinein ist man immer schlauer. ….

Für meine Eltern und für viele andere Menschen ist der Mundschutz eine QUAL. Ich schmunzle. Denn: ich nehme diese Qual auf mich – nicht gerne – aber ich nehme sie auf mich…. Hauptsache ich habe keine QUALEN durch eine eigene Corona-Erkrankung.

 

R wie Robert-Koch-Institut – Reproduktionszahl – Risikogruppe –  Rückholaktionen  – Reisen –- Rezession

Das erste Mal, als ich mit dem ROBERT-KOCH-INSTITUT in Berührung gekommen bin war damals, als ich nach Afrika reisen wollte und einige Impfungen brauchte. Später dann wohnte ich während meines Studiums in Berlin gegenüber des RKIs in Berlin-Wedding. Die ersten Pressegespräche waren für mich auch ein echtes Kauderwelch. Heute weiß ich, was REPRODUKTIONSZAHL bedeutet. Und ich verstehe auch, dass meine Eltern – vor allem mein Vater – aber auch ich aufgrund meines Übergewichts und meiner früheren Asthma-Erkrankung zur RISIKOGRUPPE gehören.

Aufregend und ziemlich kostspielig waren die RÜCKHOLAKTIONEN der gestrandeten Touristen und sonstigen im Ausland lebenden Deutschen. Und ich habe vollstes Verständnis für die Aussage von Heiko Maas – unserem Bundesminister des Auswärtigen „Wer reist trotz Warnung darf sich dessen bewusst machen – nochmals werden wir eine solche Rückholaktion nicht mehr machen (können).“  Ich bin eh gespannt, wie es sich mit dem REISEN entwickeln wird. Ich persönlich hoffe ja, dass REISEN wieder bedeutsam wird – im Sinne von „nicht mehr inflationär zu den billigsten Preisen in die ganze Welt!“ Auch dürfen wir gespannt sein, wie es sich mit der REZESSION verhalten wird. Werden wir tatsächlich die schlimmste seit dem 2. Weltkrieg erleben? Wie werden wir sie erleben? Wie werden wir sie lösen?

S wie Staysave – Stayathome –  Social Distancing – Shutdown  – Social Media – Streaming – Solidarität – Soforthilfe –-Superspreader  – Spahn

Die Hashtags wie #STAYSAVE und  #STAYATHOME sind untrennbar mit Corona verbunden. Auch der Hashtag #SOCIALDISTANCING wird in die Geschichtsbücher eingehen. Wobei ich ja der Meinung bin, dass es der falsche Begriff ist. Besser wäre #physicaldistance und soziale Nähe (#socialnearness). Es wäre ja verheerend, wenn wir uns in dieser Zeit sozial voneinander distanzieren würden…. Da hat einer nicht nachgedacht. Und die anderem sind ihm blind gefolgt. Leider hat sich #physicaldistance nie durchgesetzt.

Der SHUTDOWN hat dazu geführt, dass SOCIAL MEDIA und STREAMING-Dienste noch mehr an Bedeutung gewonnen haben. Sogar exponentiell gewachsen sind. Ähnlich wie die SOLIDARITÄT unter den Menschen – wobei diese wieder STAGNIERT. SOFORTHILFEN-wurden von den Bundesländern für die verschiedenen Zielgruppen unterschiedlichst gehandhabt. Viele bekamen sie unkompliziert. Andere kämpfen bis heute um Hilfe.

Übrigens: Das Wort, das mich während Corona am meisten amüsiert hat, ist SUPERSPREADER. Schon alleine die Vorstellung, dass da einer als Virenschleuder unterwegs ist, kann ich mir gut als Comic gezeichnet vorstellen. Zumindest wissen aber nun die meisten Deutschen, wie ihr Gesundheitsminister heißt. SPAHN. Mal schauen, wie lange dieses Wissen hält.

T wie Toilettenpapier – Trump –- Todesfälle  – Testen

Mir persönlich ist es peinlich. Dass die Deutschen mit dem Hamstern von TOILETTENPAPIER in der Corona-Pandemie in die Geschichtsbücher eingehen wird. Von italienischen Freunden weiß ich, dass sich gefühlt ganz Italien über uns lustig macht. In Italien wurde übrigens Wein gehamstert. Die Amerikaner haben sich mit Waffen zugedeckt. Und die Franzosen? Die waren in Sachen „Kondome“ ausverkauft. Verrückte Corona-Welt.

Tja… und dann wäre da noch Donald. Donald TRUMP. Ich weiß gar nicht, wie man auf die Idee kommt, den Menschen ein Desinfektionsmittel zu spritzen in der Hoffnung, das würde gegen Corona helfen. Ganz ehrlich gesagt – so unter uns? Mir gefällt die Parodie in Anlehnung an die IKEA-Werbung. Auf ihr ist ein Holzpfosten abgebildet. Darunter das Wort: TRÖMP! Vollpfosten!

Ich bin froh, dass die Zahl der TODESFÄLLE „nur“ etwas über 8.000 bis heute betragen hat. Ich persönlich schreibe dies unserem Gesundheitssystem, unserer Einhaltung der Corona-Regeln sowie der schnellen und konsequenten Reaktion unserer Regierung zu.

Sehr gerne würde ich mich auch mal TESTEN lassen. Ich würde gerne Gewissheit haben, ob ich mich noch anstecken kann, oder ob ich eine Immunität entwickelt habe, weil ich irgendwann schon mal asymptomatisch erkrankt war. Ich erinnere mich an eine starke Erkältung mit ausgeprägter Atemnot im Februar….

 

U wie Umfeld – Unsicherheit –  Übersterblichkeit

Corona hat zu UNSICHERHEIT geführt. Und das nicht nur bei mir und meinem direkten UMFELD. Die Verunsicherung zieht sich durch alle Bereiche und Länder. Wir dürfen gespannt sein, wie es uns gelingen wird, uns wieder sicher zu fühlen. Oder ob ein Grundmaß an UNSICHERHEIT bleiben darf, bleiben muss, um uns in unserer Arglosigkeit ein Stück weit vor uns selbst zu schützen.

Inzwischen weiß ich auch, was ÜBERSTERBLICHKEIT bedeutet. Es ist die erhöhte Sterberate in Bezug auf einen vergleichbaren. Zeitraum. In Deutschland lag die ÜBERSTERBLICHKEITSRATE im April 2020 bei 8 Prozent im Vergleich zum April 2019.  In Italien bei 50 Prozent für den Monat März 2020. Ich finde: das spricht Bände…

 

V wie Verschwörungstheoretiker – Vegan – Verbundenheit – Virologe  – Verwirrung – Virus – Veränderung

VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER sind mir suspekt. Und VEGANE VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER erst recht. Mit seriösen – wissenschaftlich arbeitenden VIROLOGEN fühle ich eine VERBUNDENHEIT. Sie nehmen mir meine VERWIRRUNG durch die Menge an Informationen. Sie kennen das VIRUS bzw. versuchen es zu verstehen und kennenzulernen. Viele Allgemeinärzte habe sich auch zu Wort gemeldet. Ihre Meinung geäußert. Klar, das dürfen sie. Aber das fühlt sich für mich so an, als wenn ich als Psychologin mit Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie die Kompetenz meiner Kolleginnen und Kollegen in der Psychiatrie absprechen würde. „Alles halb so schlimm! Lassen Sie den mit der Wahnvorstellung ruhig laufen…. Das wächst sich aus…“

 

W  wie Wuhan – Wildtiere – Weltwirtschaft

Bis vor Corona habe ich noch nie etwas von WUHAN gehört. Und auch nicht von Märkten, auf denen WILDTIERE als Delikatessen verkauft werden. In meinem geliebten Schottland gibt’s Haggis. In meinem geliebten Südtirol gibt’s Knödel. Ich esse keine Fledermäuse. Aber dort  – in WUHAN und bei den WILDTIEREN – dort hat Corona wohl seinen Ursprung. Und seinen Weg gefunden. Ein kleines Tier wie eine Fledermaus – ein kleines Virus – bringt die WELTWIRTSCHAFT ins Wanken.

X – Xavier & Co.  – X-Chromosom

Promis mit Vornamen wie XAVIER oder Attila zählen zu den Verschwörungstheoretikern. Brandgefährlich manipulieren sie die Menschen. Wer genau hinschaut der sieht: sie nutzen ihre Reichweite nicht nur zur Propaganda, sondern gleichzeitig auch zum Verkauf ihrer Produkte. Xavier nutzt seine provokanten Aussagen, um  möglichst viel Aufsehen zu erregen und in den Schlagzeilen zu bleiben. So spart er sich die Promo- und Werbekosten. Und Attila? Die Supermärkte und Kaufhäuser haben seine Produkte aus dem Verkauf genommen – irgendwie muss er sich finanzieren.

Ansonsten bin ich sehr dankbar, dass ich zwei X-CHROMOSOM habe…. Frauen sind nämlich weniger von Corona betroffen als Männer.

Y wie Youtube

Inzwischen bin ich absoluter Youtube-Fan. Dort findest du alles! Alles, was du brauchst!. Selbst ich habe mir dort in den verschiedensten Tutorials das Wissen angeeignet, wie ich mein Business schnellstmöglich online bringe. Fazit: absolut gelungen. Okay, es gibt auch viel Schrott….. aber das habe ich mir dann auch nicht angeschaut. Oder aber doch… allerdings dann zur reinen Unterhaltung.

 

Z wie Zoom – Zeitzeugen – Zusammenhalt  – Zukunft

Jahrelang habe ich mich gegen Online-Trainings und Meetings gewehrt. Präsenz ist nicht zu ersetzen. Mag schon stimmen, aber innerhalb kürzester Corona-Zeit habe ich die Vorteile von ZOOM & Co. kennengelernt. Und möchte sie auch nicht mehr missen.

Meine täglichen Gedanken zur Corona-Krise sind ein ZEITZEUGEN-Dokument. Vielleicht hilft es nachfolgenden Generationen zu verstehen, was alles auf uns eingeprasselt ist. Und wie vielfältig die Dimensionen waren.

Was mir gerade die größten Sorgen macht ist nicht Corona, sondern der ZUSAMMENHALT in unserer Gesellschaft. Wird es uns gelingen, Brücken zueinander zu bauen? Auch das wird die ZUKUNFT zeigen.

 

PS – Postskriptum

Welchen Begriff würdest du gerne dazufügen? Lass’ es mich wissen!