Wie du aus der Klemme kommst…

Lesedauer: 4 Minuten
Nutzen: du weißt, wie du dich zukünftig bei scheußlichen Geschenken verhalten kannst

 

DANKE, ein kleines Wort mit großer Bedeutung

Am Samstag ist es mal wieder so weit. Dann werde ich mein Wissen und meine Gedanken in meinem Vortrag „DANKE, ein kleines Wort mit großer Bedeutung“ mit einem tollen Frauenpublikum teilen.

Was tun ist, wenn dich das Geschenk das Fürchten lehrt?

Ich freue mich schon jetzt auf den Moment, wenn wir alle gemeinsam Tränen lachen werden. Dem menschlichen Erfindungsgeist in Sachen „scheußlichen Geschenken“ scheint keine Grenze gesetzt zu sein. Porzellan-Engelchen, Häkeldeckchen für die Couch, Hirsch-Trophäen für die heimische Wand zählen da eher zu den kleineren Entsetzens-Treiber. Manche Geschenke sind zudem derart hässlich, dass sie schon fast Kultstatus haben. Ich denke da an die Wackeldackel oder an die gestrickten Toilettenrollen für das Auto.

Naaa? Wie sieht’s bei dir aus?

Wenn du an die Vergangenheit denkst. An die Geschenke, die du bisher in deinem Leben so erhalten hast… Welches davon zaubert dir noch heute die Angstperlen auf die Stirn? Welches davon ist das mit Abstand scheußlichste Etwas, was du je in deinen Händen hattest? Das dir zudem einen Verlegenheitsausdruck auf’s Gesicht gemalt hat? Gute Miene zum bösen Spiel? Weil du trotz Dankes-Geste innerlich gedacht hast: „Echt jetzt? Dafür muss ich mich auch noch bedanken? Eigentlich hätte ich jetzt Anspruch auf Schmerzensgeld! Was habe ich der Person eigentlich getan, dass sie mir derartige Scheußlichkeiten schenkt?“

Und beim letzten Satz sind wir nun beim Knackpunkt angekommen!

Scheußliche Geschenke von Personen, die dir (relativ) egal sind, erhalten ein kurzes und bündiges DANKE! und werden später ohne Schmerz entsorgt.

Mit den Geschenken von zum Beispiel der Schwiegermutter geht das nicht wirklich so einfach. Wie oft habe ich schon in meinem Freundeskreis erlebt, dass die Scheußlichkeiten dann immer zum Besuch der Schwiegermutter aus dem Versteck geholt werden und irgendwo in der Wohnung schön drapiert werden. Nur damit sie direkt nach der Abreise dieser Person wieder umgehend dort für die nächsten 6 Monate zu verschwinden. Ja, ja…. die lieben Verwandten!

Aber jetzt mal ehrlich!

Was soll die Schwiegermutter denn daraus lernen? Wie soll sie so lernen, dir etwas anderes oder am liebsten „Gar nichts“ zu schenken? Wie soll sie das lernen, wenn sie sieht, dass ihr Geschenk an einem exponierten Platz aufgestellt wurde? Ja! Genau! sie wird dir bei nächster Gelegenheit eine ähnliche Scheußlichkeit schenken. Et voila! Der Scheußlichkeiten-Kreislauf ist im Gang.

Was also tun, wenn dir das Gesicht vor Entsetzen runterfällt?

Ganz einfach! DANKEN! Und zwar VON HERZEN!
Für die Geste! Nicht aber für das Geschenk selbst.
Du dankst. Und gibst dann das Geschenk zurück.
NOCHMALS! Ich meine das ernst!

  1. Du bedankst dich für die Geste („Ohhh… was für eine schöne Geste von dir!“).
  2. Und du freust dich ehrlich, dass die Person an dich gedacht hat. („Das freut mich wirklich, dass du an mich gedacht hast!“)
  3. Und dann gibst du das Geschenk zurück! Nein, besser noch! Du nimmst es erst gar nicht an! „Ich weiß, dass du ehrliche Menschen magst und schätzt. Es fällt mir jetzt wirklich nicht leicht, ganz offen und ehrlich zu dir zu sein. Weil ich eben weiß, dass du mir eine Freude machen wolltest. Aber leider ist es so, dass dein Geschenk nicht zu mir passt. Bitte entschuldige meine Ehrlichkeit. Aber sei dir sicher! Ich finde deine Geste toll! Vielen DANK dafür!”

Nie wieder scheußliche Geschenke

Das traust du dich einmal und ich verspreche hoch und heilig: du wirst von der entsprechenden Person keine Scheußlichkeiten mehr geschenkt bekommen.

Wenn du das fertig bringst und dich so verhältst, dann ist das eine Geste der ehrlichen Wertschätzung.

Wenn du das hässliche Teil versteckst und verfluchst bzw. du dich darüber lustig machst, entwertest du den Schenkenden!

Übrigens: Untersteh’ dich! Wenn du ein lieber Mensch bist, dann verkneifst du dir einen Satz wie: „Aber mein Bruder! Der, der wird sich bestimmt darüber freuen!“

PS – Postskriptum

Und wie gehst du zukünftig mit Geschenken um, die dir das Entsetzen auf’s Gesicht zaubern?
Und du selbst? Hasst du auch schon mal etwas verschenkt, was den Geschmack des Beschenkten nicht getroffen hat? Wie bist du mi dieser Situation umgegangen? Wie hast du den Beschenkten entlastet?

Denk‘ mal drüber nach ….